Freitag, 27. Februar 2015

Wie handeln ich richtig?




Entscheidung treffen aber auf welche Kriterien?



Wer eine Entscheidung trifft, wählt zwischen Alternativen, die sich nicht gleichzeitig
verwirklichen lassen. Nicht alle Entscheidungen, die wir treffen, sind
das Ergebnis sorgfältiger Überlegung. Die meisten treffen wir aus dem Bauch
heraus oder aufgrund von Gefühlen, derer wir uns meist nicht bewusst sind.


Um Handlungen zu beschreiben, fehlen uns oft die Worte. Im Folgenden findet ihr zwölf Adjektive:  falsch, gut, passend, unpassend, unmoralisch, ehrenwert, böse, schlecht, unsinnig, moralisch, richtig, unüblich.


Was motiviert mein handeln?

Im Folgenden werde ich die Frage zu beantworten versuchen, ob es ein grundsätzlich richtiges moralisches Handeln gibt. Die Beschäftigung mit dieser Fragestellung erwächst aus einem ureigensten Interesse meinerseits: Denn Tag für Tag sehe ich mich im Umgang mit meiner Umwelt vor Situationen gestellt, in denen ich entscheiden muss, wie ich zu handeln oder einen Sachverhalt zu bewerten habe. Zum Beispiel: Ist es in Ordnung, eine auf der Straße gefundene Brieftasche zu behalten, anstatt sie dem Besitzer zurückzugeben? Meine Antwort: Nein! Doch was ist die Ursache für meine Haltung bzw. woran orientiere ich mich bei meiner Entscheidungsfindung? An Recht und Gesetz? Oder vielleicht an der Instanz der Moral? Was ist Moral überhaupt? Gibt es ein richtiges und falsches moralisches Handeln? Sind es allgemeine gesellschaftliche Normen und Werte, die mir Orientierung bieten? Oder eigene moralische Grundsätze? Gibt es eine universelle Moral?





Höchstes Kriterium für die Moralität ist der Kategorische Imperativ. Er ist der Maßstab zur Beurteilung sittlichen Handelns. Als Imperativ formuliert er ein Sollen. Insofern er kategorisch ist,
gilt er ohne Einschränkung.

Auf die menschliche Frage „Was soll ich tun?“ antwortet er mit Gründen der Vernunft. Gründe,
die wir als bedürftige Vernunftwesen nicht notwendig anerkennen. Wo neben dem vernünftigen
Begehren noch andere Antriebe bestehen, wo neben dem guten auch ein böser Wille existiert,
wo wir als Vernunftwesen auch von sinnlichen Beweggründen affiziert werden, nimmt die Sittlichkeit
den Charakter eines Sollens, der Pflicht an    




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